Google Ads Neuerungen ab Juli 2022

Google gibt die Abschaffung erweiterter Textanzeigen bekannt

Anfang September 2021 gab Google bekannt, dass es ab Sommer 2022 nicht mehr möglich sein wird neue Erweiterte Textanzeigen in Google Ads zu erstellen. Dass dieser Tag früher oder später eintreffen wird, war vielen spätestens mit dem Aufstieg der Responsiven Suchanzeigen als neuer Standard-Anzeigentyp im März 2021 klar.

Was ändert sich für Werbetreibende?

Im Prinzip wird sich nicht viel gravierendes für Online Marketer ändern. Bis zum Stichtag ist noch genügend Zeit um sich mit dem Handling mit Responsiven Suchanzeigen vertraut machen zu können. Ebenso werden bestehende Erweiterte Textanzeigen nicht von heute auf morgen aus den Accounts oder der SERP verschwinden. Diese werden weiterhin ausgespielt. Die Bearbeitung dieser oder die Erstellung neuer Erweiterter Textanzeigen wird jedoch nicht mehr möglich sein.

Was sind die Unterschiede zwischen Responsive Search Ads vs Erweiterte Textanzeigen?

Responsive Suchanzeigen (RSA) funktionieren ähnlich wie Erweiterte Textanzeigen (ETA). Bei beiden Anzeigeformaten werden bei der Ausspielung jeweils 3 Anzeigentitel und 2 Textzeilen geliefert. Allerdings stehen bei der Erstellung von RSAs dem Google Ads-Nutzer mehr Möglichkeiten zur Verfügung:

 

  • 3 bis 15 Anzeigentitel á 30 Zeichen
  • 2 bis 4 Beschreibungen á 90 Zeichen
  • 2 Pfade á 15 Zeichen

 

Somit kann man Google insgesamt mehr Headlines und Descriptions übergeben, welche je nach Suchanfrage miteinander kombiniert ausgespielt werden können.

Warum schafft Google Ads erweiterte Textanzeigen ab?

Anders als bei einer ETA ist bspw. ein Titel einer RSA nicht zwingend einer bestimmten Position fest zugeordnet. Google verspricht sich dadurch höhere CTRs, da so die Möglichkeit besteht dem User die beste Kombination an Überschriften und Beschreibungen zu liefern.

Fluch oder Segen?

In der Theorie hört sich die Abschaffung erweiterter Textanzeigen vielversprechend und gut an. In der Praxis sieht dies oftmals anders aus. Zwar konnten wir bei vielen unserer Kundenkonten eine Steigerung der Klickrate bei Responsiven Suchanzeigen beobachten, jedoch sahen die Conversion-Rates von vergleichbaren Erweiterten Textanzeigen deutlich besser aus. Neben der schwächeren Conversion-Rate kommt oben drauf, dass wir keine Macht mehr darüber haben, welche Version der Anzeige dem Suchenden präsentiert wird. Diese Erkenntnisse sind bei uns in der Agentur mit ein Grund, weshalb wir, der besseren Performance Responsiver Textanzeigen nicht gänzlich trauen.

 

Wie geht es nach der Abschaffung erweiterter Textanzeigen nun weiter?

Im Grunde könnte man sich nun zurücklehnen und abwarten bis Tag X eintrifft. Jedoch wäre das verschenkte Zeit. Denn es bleibt nur noch eine begrenzte Zeit um verschiedene Versionen einer ETA zu testen. Ebenso ist unsere Empfehlung eine Standard-ETA pro Anzeigengruppe zu definieren, welche zu jederzeit und jede Saison funktioniert, und diese im Anschluss in eine RSA umzuwandeln. Möchte man auch über den Sommer im Jahr 2022 hinweg die volle Kontrolle über die Position seiner Headlines und Beschreibungen behalten, so empfiehlt es sich Titel- und Beschreibungs-Assets an den jeweiligen Positionen zu fixieren.

Umwandlung von ETA in RSA im Handumdrehen

Um weiterhin ETAs nutzen zu können, haben wir für uns beschlossen die am besten performende ETA-Versionen pro Anzeigengruppe mit angepinnten Überschriften und Beschreibung als eigenständige RSA nachzubauen. Hat man eine sehr große Kampagnenstruktur oder optimiert mehrere Accounts, so kann sich dieser Prozess ziemlich in die Länge ziehen. Für diesen Fall haben wir auch eine elegante Lösung parat und bedienen uns der Export-Funktion des Google Ads Editors. Diese erlaubt es uns in sehr kurzer Zeit alle gewünschten Erweiterten Textanzeigen in Responsive Suchanzeigen zu konvertieren.

ETA in RSA Step-by-Step mit dem Google Ads Editor

Im Google Ads Editor die umzuwandelnden ETAs markieren und auf “Als responsiven Suchanzeigen exportieren” klicken

 

Export-Datei erneut in den Editor laden: Konto → Importieren → Aus Datei → Datei auswählen

 

Änderungen übernehmen

 

Titel und Beschreibungen fixieren

 

Änderungen überprüfen und hochladen

Fazit

Als Online-Marketer sollte man sich bewusst machen, dass große und gravierende Veränderungen jederzeit eintreffen können. Auch in der Vergangenheit gab es immer wieder Neuerungen in Google Ads, welche zu Beginn von vielen ablehnend empfangen worden sind. Heute lacht man eventuell über sein früheres Empfinden und ist froh, dass diese eingeführt worden ist. So kann es auch mit der Abschaffung erweiterter Textanzeigen sein. Man sollte immer im Hinterkopf behalten, dass jede Veränderung auch eine menge neue Chancen mit sich bringt und die Ad Performance davon profitieren kann.

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