Heidelbergcement SEO Analyse – DAX 40 Unternehmen im SEO Test

Seit Q3 2021 werden 40 statt 30 Unternehmen an der Börse im sogenannten DAX Index abgebildet. Doch nicht nur dieser Anlass hat uns dazu inspiriert die Webauftritte dieser DAX-Unternehmen zu analysieren, denn auch Corona und die damit einhergehenden Einschränkungen führten dazu, dass sich vieles von off- zu online verlagert hat und somit die Relevanz der Websites stark gestiegen ist. 

 

Hypothese: Obwohl diese Unternehmen zu den Top 40 der Unternehmerwelt gelten, gehören sie aus SEO-Sicht meist nicht zu den Spitzenreitern.

Um diese Hypothese zu prüfen, haben wir die Websites der DAX-Unternehmen genau unter die Lupe genommen.

 

Teil 14 von 40 – heidelbergcement.com

Allgemeines

Sichtbarkeit

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Quelle: sistrix.de

Definition Sichtbarkeit

Die sogenannte Sichtbarkeit ist im SEO eine wichtige Kennzahl. Vergleichbar mit dem Chart eines Aktienwerts gibt die Sichtbarkeit Aufschluss über den Erfolg einer SEO-Strategie. 

Der Sichtbarkeitswert steht dabei stellvertretend für die Auffindbarkeit einer Domain in den organischen Suchergebnisseiten. Bei der Ermittlung dieser Kennzahl werden Keyword-Rankings abgebildet und nach deren Suchhäufigkeit und der rankenden Position gewichtet. Um zu berücksichtigen, wie viel Traffic über das Keyword zu erwarten ist. Die Sichtbarkeitskennzahl von Sistrix wird anhand von gecrawlten Daten berechnet, für Deutschland sind das derzeit 80 Millionen Keywords.

Da die Sichtbarkeit auf einem – je nach Branche mehr oder weniger – eingeschränkten Keywordpool basiert und nicht alle relevanten (Long-Tail-)Keywords berücksichtigen kann, ist diese Kennzahl vor allem für Trendanalysen und Vergleiche mit der Konkurrenz geeignet.

 

Sichtbarkeitsanalyse heidelbergcement.com

Die Sichtbarkeit von heidelbergcement.com ist im laufe des Jahres stark gestiegen. Jedoch haben sie zum Ende des Jahres einen Großteil der gewonnenen Sichtbarkeit wieder verloren und befinden sich auf einem ähnlich hohen Niveau wie zum Vorjahr. Im direkten Vergleich übetrifft heidelbergcement.com aber seine Konkurrenten in der Sichtbarkeit enorm. Das stärkste Verzeichnis von Heidelbergcement ist das de-Verzeichnis. Die stärkste URL sind die Stellenangebote. Im Punkt Sichtbarkeit belegt Heidelbergcement die erste Position und laut dem Diagramm wird das die nächste Zeit so bleiben. Keiner der Konkurrenten hat sich in den letzten Jahren an die Sichtbarkeit von heidelbergcement.com angenähert.

Rankings

Quelle: sistrix.de

Definition Rankings

Die Anzahl der Keyword-Rankings ist ebenfalls ein Indikator für den Erfolg der SEO-Strategie. Ein Ranking steht hierbei stellvertretend für einen Suchbegriff, über welche die Website theoretisch gefunden werden kann. Theoretisch deshalb, weil ein Position 19 Ranking zu sehr wenig Traffic führen wird, weil sich kaum ein Nutzer zu Seite 2 von Google navigiert. Daher ist neben der reinen Anzahl an Rankings auch die Position relevant, vor allem die Anzahl der Top-10 Rankings.

 

Rankinganalyse heidelbergcement.com

heidelbergcement.com hat im Vergleich zum Vorjahr seine Top-10 KW-Rankings verdoppelt. Diese blieben auch über das Jahr mit kleineren Schwankungen relativ konstant. Es besteht jedoch eine sehr große Differenz zwischen den Top-10 und Top-100 Rankings.

 

Auf den Positionen von 1 bis 10 rankt Heidelbergcement mit 2092 Keywords. Auf Seite 2 ranken 1039 Keywords (Positionen zwischen 11 und 20). Diese Rankings können als Low-hanging-Fruits bezeichnet werden. Das heißt, mit geringem Aufwand könnte man die Rankings auf Seite 1 von Google verbessern. Darunter fallen auch relevante Keywords wie “wasserdurchlässiger beton” (Position 15). Hier sollten gezielt Maßnahmen zur Verbesserung der Rankingposition dieser Schwellenkeywords umgesetzt werden.

SEO-Traffic

Quelle: similarweb.com

Datenerhebung

Durch das Tool similarweb.com lassen sich Schätzungen bezüglich des Domain-Traffics ermitteln. Dazu werden Daten aus verschiedenen Quellen bezogen, unter anderem bezieht similarweb Daten von Browser-Extensions. Grundsätzlich sind die Daten natürlich nicht valide, sondern weichen von den tatsächlichen Messungen ab, jedoch ist der Panel-Bias immer gleich ungenau und daher können solche Daten als Anhaltspunkt herangezogen werden.

 

Analyse SEO-Traffic

46.76 % des gesamten Traffics wird über Suchmaschinen generiert. Der Suchmaschinen-Traffic wird zu 100 % aus der organischen Suche erzielt. Es werden also keine Anzeigen geschaltet.

Der größte Anteil des Traffics kommt über Brand-Searches wie “heidelberg cement”, “heidelbergcement”. Das ist bei einem so bekannten Brand allerdings auch nicht verwunderlich. Der Suchbegriff “service desk analyst with english” macht 11.10 % des Suchtraffics aus, hierbei handelt es sich um eine Stellenausschreibung. Es sollte jedoch auch auf wichtige Non-Brand Keywords optimiert werden.

Technik

Broken Pages

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Quelle: screaming frog

Definition Broken Pages

Broken Pages sind URLs, welche nicht mehr aufrufbar sind. Dabei kann es sich sowohl 404-Fehlerseiten (nicht gefunden), als auch um URLs mit dem Status Code 500 (Serverfehler) handelt. Nicht mehr vorhandene Seiten sind sowohl für die Besucher, als auch die Suchmaschinen optimal. Gerade intern sollten solche URLs nicht mehr verlinkt werden, da man als Betreiber ja alle Möglichkeiten hat, hier Anpassungen vorzunehmen und es nicht für eine gut gepflegte Domain spricht, wenn zu viele nicht mehr existierende URLs verlinkt werden.

 

Broken Pages bei heidelbergcement.com

Nur 15 (0,21 %) URLs von heidelbergcement.com geben einen 404-Statuscode zurück. Intern verlinkte 404-Fehlerseiten sollten jedoch vermieden werden, um das Signal einer “aufgeräumten” Website zu senden. Daher wäre es sinnvoll, die internen Links zu entfernen, oder auf andere Zielseiten anzupassen. Ganze 98.96 % der URLS geben den Status Code 200 aus. Zudem gibt es 59 (0,83 %) URLs die per 301-Redirect weitergeleitet werden, diese Links sollten direkt auf die Zielseite der Weiterleitung angepasst werden.

Ladezeit

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Quelle: webpagetest.org - Startseite
Quelle: webpagetest.org - /investor-relations

Definition Metriken

Der Pagespeed von Websites ist nicht nur ein Ranking-Faktor, sondern beeinflusst auch stark die Kaufwahrscheinlichkeit. Lange Ladezeiten führen zu genervten Besuchern, schnelle Ladezeiten jedoch für ein reibungsloses Kauferlebnis. Auch im POS wartet niemand gerne an der Umkleide oder Kasse. 

Google selbst hat drei Metriken zur Bewertung von “gesunden” Websites präsentiert:

  • Largest Contentful Paint (LCP): Gibt die gefühlte Ladegeschwindigkeit wider und markiert den Punkt, an dem der Hauptinhalt geladen ist. 
  • First Input Delay (FID): Misst die Zeit, bis eine Seite interaktiv wird, also auf Benutzereingaben reagiert. Da es sich bei FID nur um eine Feldmetrik handelt (also nur durch echte Nutzerdaten ermittelt werden kann), kann man zur Verbesserung auch die Total Blocking Time (TBT) hernehmen. Denn beide Metriken werden durch dieselben Maßnahmen verbessert. 
  • Cumulative Layout Shift (CLS): Misst die Stabilität des Layouts der Seite beim Ladevorgang, bzw. wie stark Inhalte beim Ladevorgang “springen”. 
  • Time to First Byte (TTFB): Misst, wie lange es dauert, das notwendige HTML zu laden, bis das Rendern beginnen kann. 

Pagespeed heidelbergcement.com

heidelbergcement.com überschreitet bei zwei von vier Werten den empfohlenen Wert. Überprüft wurden die Startseite und die Seite für die Investor Relations.

  • LCP: Google empfiehlt hier einen Wert von unter 2,5 Sekunden. Die Startseite überschreitet diesen mit 9.482s extrem. Ebenso wie die Investor Relations Seite mit 7.179s.
  • TBT: Bei der TBT empfiehlt Google einen Wert von weniger als 300 ms. Beide Seiten liegen hier im grünen Bereich einmal mit 0.171s und einmal mit 0.084s.
  • CLS: Der von Google empfohlene Wert sollte unter 0,1 liegen. Mit einem Wert von 0 auf beiden Seiten gibt heidelbergcement.com den CLS keinen Spielraum und steht mit diesem Wert perfekt da.
  • TTFB: Google empfiehlt hier einen Wert von weniger als 200ms. Die Startseite wie auch die Investor Relations Seite überschreiten den Wert sehr stark mit 1.448s und 0.871s.

Insgesamt sollte heidelbergcement.com Maßnahmen, welche die Pagespeed-Metriken LCP und TTFB verbessern umsetzen. Als bestätigter Rankingfaktor spielt Page Speed im SEO eine wichtige Rolle. Ebenso beeinflusst er die Nutzererfahrung mit der Seite und die Conversion-Rate, da die wenigsten Nutzer bereit sind Wartezeiten und kleine Fehler zu verzeihen.

Mobile Nutzerfreundlichkeit

mobilefriendly-heidelbergcement
Quelle: search.google.com/test/mobile-friendly - Kategorie /investor-relations

Definition 

Da Google für die Indexierung ausschließlich die mobile Version der Website hernimmt, ist es unabdingbar, dass diese optimal ausgespielt wird. Zu beachten ist unter anderem:

  • genügend Abstand zwischen interaktiven Elementen
  • eine optimale Schriftgröße
  • die Breite des Inhalts darf nicht größer, als die des Endgeräts sein

Mobile Friendliness heidelbergcement.com

Bei heidelbergcement.com sind sowohl die Startseite, als auch die Kategorieseiten, auf mobile Endgeräte optimiert, ebenso sind wichtige Informationen im sichtbaren Bereich der Seite zu finden, so dass hier kein Handlungsbedarf besteht.

Verwendung von hreflang-Attribut

Quelle: screaming frog

Nutzen des hreflang-Attributs

Über das <rel=”alternate” hreflang=”x”> Link-Attribut kann der Suchmaschine mitgeteilt werden, in welchen geographischen Ausrichtungen und Sprachen eine Webseite vorhanden ist. Er kommt also zum Einsatz, wenn von einer Webseite verschiedene Sprachversionen existieren. Somit kann Duplicate Content vermieden werden und internationale User werden direkt auf die Website Version geleitet, die für sie am besten passt. Vor allem für größere und international agierende Unternehmen ist das hreflang-Attribut eine gute Möglichkeit, potenziellen Kunden die bestmögliche Performance zu bieten. Dabei ist darauf zu achten, dass das hreflang-Attribut korrekt verwendet wird. Zum einen ist wichtig, dass jede Sprachversion einer Seite mit hreflang-Tag auf alle anderen Versionen verweist. Zusätzlich muss jede Sprachversion selbstreferenzierend sein – d.h., auf sich selbst verweisen.

Es ist außerdem empfehlenswert das X-Default Attribut zu setzen. Dieser gibt an welche Seite ausgespielt werden soll, wenn es keine passende Landingpage für das Land oder die Sprache des Nutzers vorhanden ist, meist handelt es sich dabei um die englische Sprachversion.

 

Einsatz des hreflang-Attributs bei heidelbergcement.com

Auf 1.967 von 2.223 URLs ist der hreflang-Tag richtig eingebunden und es gibt auch keine Fehler mit der Selbstreferenz. Zu bemängeln ist das fehlende X-Default Attribut. Dies fehlt auf allen per hreflang ausgezeichneten URLs und sollte hinzugefügt werden. Bei den Seiten die nicht mittels hreflang getaggt wurden, handelt es sich primär um Stellenausschreibungen für den deutschen Markt oder Seiten die kein englisches Äquivalent besitzen weshalb dieses dort auch nicht benötigt wird.

OnPage-Optimierung

Keyword Fokus

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Quelle: https://www.heidelbergcement.com/en/investor-relations & https://www.heidelbergcement.com/en/sustainability

Definition Keyword-Fokus

Grundsätzlich kann Google eine Seite nur für einen Suchbegriff des Nutzers ausspielen, wenn dieser im Inhalt einer Seite vorhanden ist. Denn solange der gesuchte Begriff nicht verwendet wird, spielt Google diesen nicht aus. Daher sollten auch Synonyme und sprachliche Abweichungen innerhalb eines Sprachraums im Text berücksichtigt werden. 

Auch die Konsistenz des Keyword-Fokus ist wichtig, so sollte das wichtigste Keyword sowohl im Title-Tag, in der Meta-Description, als auch in der H1 verwendet werden.

 

Keyword-Fokus heidelbergcement.com

Der Keyword-Fokus variiert bei heidelbergcement.com. In der URL, dem Titel und in der H1 besteht meistens eine Keyword-Konsistenz, jedoch befindet sich das Keyword in kaum einer Meta Description. Es sollte eine Keyword Recherche durchgeführt werden um alle potentiell wichtigen Keywords aufzudecken. Diese sollten dann gezielt einen Platz in der H1, im Titel und der Description finden. Hier ist also noch Optimierungspotential vorhanden. Die nicht optimale Keyword-Fokussierung ist auch einer der Gründe, warum heidelbergcement.com für Non-Brand-Keywords nicht so gut performt.

Texte

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Quelle: https://www.heidelbergcement.com/en/carbon-capture-and-storage-ccs
Quelle: https://www.heidelbergcement.com/en/carbon-capture-and-storage-ccs

Grundlagen Texte

“Content is King” – ist einer der bekanntesten Phrasen bezüglich der Inhalte. Da Google eine textbasierte Suchmaschine ist, sind Texte daher unabdingbar. Da Google jedoch mit der Zeit immer “schlauer” wird und Inhalte immer besser versteht, geht es schon lange nicht mehr darum, bestimmte Suchbegriffe möglichst häufig in den Texten zu verwenden. Es geht darum, dass die Texte tatsächlich einen Mehrwert haben und den Nutzer zufrieden stellen. Das ist natürlich auch im Interesse von Google, denn sobald eine ander Suchmaschine bessere Ergebnisse liefert, werden die Nutzer wechseln. 

Um dem Nutzer möglichst passende Ergebnisse zu liefern unterscheidet Google zwischen verschiedenen Nutzerintentionen:

  • Know: Hier geht es darum, dass der Nutzer etwas Wissen will, also Informationen zu einem Thema haben möchte. Meist möchte der Nutzer eine kurze Antwort zu dem Thema. Deshalb werden diese Suchen auch informational genannt. 
  • Do: Der Nutzer möchte ein Ziel erreichen, oder eine Aktivität ausführen, also etwas herunterladen, kaufen oder interagieren, diese Abfragen werden auch transaktional genannt. 
  • Website: Der User möchte eine bestimmte Website oder URL finden, daher werden diese Abfragen auch navigational genannt. 
  • Visit-in-Person: Hier handelt es sich um Suchen nach Cafés, Tankstellen, Restaurants etc., die meist über Smartphones gemacht werden. 

Natürlich kann man nicht jeden Suchbegriff immer genau einer Intention zuordnen, daher gibt es auch gemischte Suchergebnisse, bei denen beispielsweise Shops und Informationsseiten angezeigt werden. 

Um zu verstehen, welche Intention Google hinter einem Suchbegriff sieht, können die wichtigsten Begriffe in die Suchmaschine eingegeben und gesehen werden, welche Ergebnisse ausgespielt werden. Sind das vor allem Shops, so ist die Intention transaktional. Werden vor allem Blogs oder Ratgeber ausgespielt, dann ist die Intention informational. Dies sollte nicht nur bei der Texterstellung, sondern auch beim Landingpageaufbau berücksichtigt werden, denn erfüllt die Landingpage nicht die Intention, wird Google diese auch nicht ausspielen.

Zusätzlich ist auch die Struktur des Textes wichtig, denn reine Textwüsten werden kaum gelesen. Aber auch die Textlänge ist ein wichtiges Kriterium, hier gilt die Devise “so lange wie nötig, so kurz wie möglich”.

 

Textbewertung heidelbergcement.com

Am Anfang eines guten Textes steht die Keyword-Recherche, bei der wichtige Suchbegriffe, passend zum Thema, identifiziert werden. Anschließend sollte die Suchintention der Keywords festgelegt werden. Doch auch die Recherche von wichtigen Nutzer-Fragen ist wichtig, denn was hilft dem Nutzer mehr, als wenn aufkommende Fragen gleich beantwortet und der User sich aufgehoben fühlt?

Bei der Texterstellung verfolgt heidelbergcement.com schon recht gute Ansätze. In dem Beispiel sieht man sehr gut wie sie viele Nutzerfragen zu “CCS” mittels einem FAQ abdecken. Würde man diese etwas sichtbarer platzieren, wäre diese Landingpage schon sehr gut.

Mit den gezielten beantworten von Nutzerfragen und der Nutzung von passenden Keywords lassen sich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Man geht nicht nur auf die Sorgen/Nöte/Fragen der Nutzer ein, sondern kann auch geschickt Keywords unterbringen, ohne dass es sich unnatürlich liest. 

heidelbergcement.com besitzt trotzdem noch sehr viel Potential denn andere Texte sehen schon wieder deutlich schlechter aus. Und im Punkt Struktur besteht auch noch ein gewisser Handlungsbedarf.

Snippet

Quelle: https://www.heidelbergcement.com/en/sustainability

Grundlagen Snippet

Das Snippet besteht aus Title-Tag und Meta-Description und wird in den Suchergebnissen von Google angezeigt. Das Snippet ist also der erste Kontaktpunkt des Nutzers mit der Website, dementsprechend wichtig ist die passende Optimierung, da dieses einen direkten Einfluss auf die Klickrate hat. 

Jedoch werden nicht immer die hinterlegten Daten übernommen, Google generiert sich teilweise das Snippet aus den Inhalten der URL. Das kommt vor allem dann vor, wenn kein passendes Snippet hinterlegt wurde. Beim erstellen des Snippets ist zudem auf die jeweiligen Maximallängen zu achten, so dass nichts ausgepunktet wird, wenn diese zu Lange sind.

Das Snippet sollte nach dem AIDA-Prinzip gestaltet werden und eine Call-to-Action enthalten. Die Verwendung von Eye-Catchern wie ASCII Sonderzeichen lenken den Blick auf das Snippet und können die CTR steigern.

 

Snippet heidelbergcement.com

Sowohl Title, als auch Description sind nicht optimal. Beim Title wird nicht die gesamte Zeichenanzahl ausgeschöpft, weshalb hier noch ein passender Einschub zum Thema hinzugefügt werden kann. Schaut man sich die Description genauer an, fällt auf das diese aus dem ersten Absatz generiert wurde. Es werden keine ASCII-Zeichen verwendet und zudem ist kein Call-to-Action enthalten. Grundsätzlich wirkt das Snippet auch so, als würde es automatisiert erstellt werden, was bei weniger wichtigen Landingpage durchaus Sinn macht, jedoch bei einer wichtigen Kategorie wie “Sustainability” nicht optimal ist. Auf anderen Landingpages wird sogar gar keine Description hinterlegt, das ist nicht optimal. 

Die Klickrate könnte durch ein optimiertes Snippet deutlich gesteigert werden. Indem man kurz und knapp den Inhalt der Landingpage, sowie die Vorteile der Website zusammenfasst.

Interne Verlinkung

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Quelle: screaming frog

Grundlagen interne Verlinkung

Die interne Verlinkung stellt nicht nur sicher, dass sich die Crawler der Suchmaschinen durch die Seite navigieren können, sondern auch die Nutzer. Die Seitenstruktur sollte stets logisch, übersichtlich und einfach sein. Dabei gilt die Devise: Je wichtiger die URL, desto häufiger sollte diese auch verlinkt werden. Denn warum sollte man eine wichtige Landingpage nur selten verlinken? Strukturen, bei denen manche Seiten erst mit 5 Klicks von der Startseite aus erreicht werden können sind ebenfalls suboptimal. 

Die Linktexte der internen Verlinkung sollten optimalerweise dem Hauptkeyword der URL entsprechen, weil dadurch sowohl den Suchmaschinen, als auch den Usern vermittelt werden kann, was auf der Zielseite zu erwarten ist.

 

Bewertung interne Verlinkung heidelbergcement.com

Auch wenn die Klicktiefe teils 5 Klicks von der Startseite aus liegt, sind die meisten URLs recht gut zu erreichen. Dies wird durch eine simple Navigation erreicht. Dadurch können Nutzer alle wichtigen Landingpages mit wenigen Klicks erreichen.

OffPage-Optimierung

Domain Rating

Quelle: ahrefs.com

Definition Domain Rating

Das Domain Rating ist ein Wert von 0 bis 100 und sagt aus, wie stark das Backlinkprofil einer Website, im Vergleich mit anderen Websites, ist. Je höher das Domain Rating der Backlinks ist, desto höher wird auch der eigene DR. Grundsätzlich sind Verlinkungen von anderen Websites noch ein wichtiger Faktor, der von Suchmaschinen als Empfehlung verstanden wird. Würden Backlinks nicht mehr berücksichtigt, käme es nur noch auf die manipulierbaren OnPage-Faktoren als Grundlage der Rankings an. Um hier eine gewisse Zweitmeinung einzuholen sind Backlinks wichtig. 

Bei den Backlinks spielen jedoch auch Faktoren wie Themennähe, Stärke und Qualität der Linkquelle eine große Rolle.

 

Domain Rating heidelbergcement.com

heidelbergcement.com hat rund 350K Backlinks und ein Domain Rating von 72. Aufgrund des DR kann man sehen, dass heidelbergcement.com eine sehr starke Seite ist. Insgesamt ist das Backlinkprofil stabil und unterliegt nur geringen Schwankungen, auch steigt tendenziell die Anzahl der Backlinks stetig an. Da die Mitbewerber teils ein höheres DR besitzen und zusätzlich wesentlich mehr Backlinks haben, besteht handlungsbedarf. holcim.com besitzt ein DR von 74 und rund 697K Backlinks und cemex.com besitzt ein DR von 72 und rund 1.88M Backlinks.

Deeplinks

Quelle: ahrefs.com

Erklärung Deeplinks

Es wird bei Backlinks zwischen Deep- und Startseitenlinks unterschieden, Bei Startseitenlinks wird, wie der Name schon sagt, auf die Startseite verlinkt. Als Deeplinks werden Verlinkungen auf Unterseiten bezeichnet. Deeplinks stärken also spezielle Unterseiten, wie wichtige Kategorien.

 

Deeplinks heidelbergcement.com

73,6 % der Backlinks von heidelbergcement.com (ohne Subdomains) sind Deeplinks. Der E-Commerce-Durchschnitt liegt bei knapp unter 50%, weshalb heidelbergcement.com eine etwas unausgewogene Deeplink-Ratio besitzt. Es kann also problemlos auch die Startseite gezielt durch Backlinks gestärkt werden.

Anchor Texte

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Quelle: ahrefs.com

Problematik Anchortexte

Anchortexte sind ein etwas heikles Thema. Einerseits lassen sich mit Ankertexten Rankingpositionen von Keywords verbessern, auf der anderen Seite kann die zu häufige Keyword-Verlinkung zur Abstrafung führen. Dabei gibt es vier Arten von Linktexten:

  • Brand: Hier wird die Domain oder der Brandname verwendet
  • Money: Hier wird das (Haupt-)Keyword verwendet
  • Compound: Verwendung einer Kombination von (Longtail-)Keyword und Brand
  • Sonstige: Die Verwendung anderer Begriffe, wie zum Beispiel “hier”

In homöopathischer Dosis können Keyword-Anchor verwendet werden, jedoch sollte das eher seltener vorkommen. Ein Großteil der Verlinkungen kommen meist über einen Brand-Linktext.

 

Bewertung Ankertexte heidelbergcement.com

Die Linktexte von heidelbergcement.com sehen sehr gut aus. Der Großteil der Backlinks besteht aus Brand-Anchor Texten und neutralen Linktexte. Somit ist das Profil sehr unauffällig und die Gefahr von Abstrafungen aufgrund unnatürlicher Backlink-Anchor ist nicht gegeben.

Schädlichkeit des Backlinkprofils

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Quelle: semrush.com

Problematik schädliche Backlinks

Die Qualität der Backlinks ist wichtig, denn diese können eine Website nicht nur stärken, sondern auch schwächen. Gerade Spam-Links von Casinos und Erotikseiten können negative Auswirkungen haben, allerdings sind das nicht die einzigen Sparten, auch Links von bekannten Link-Netzwerken, zu viele Links mit Money-Anchortexten und Community-Spam sind nicht vorteilhaft.

Es gibt verschiedene Tools um Backlink-Audits zu machen und automatisiert die Qualität von Backlinks einschätzen zu lassen. Eine manuelle Prüfung dieser, als schädlich eingestuften Links, ist jedoch unabdingbar. Dies verhindert, dass versehentlich nicht schädliche Backlinks abgewertet werden, denn mit einer unsauberen Abwertung von Backlinks, kann die Domain auch geschwächt werden. 

Allerdings sind offensichtliche Spam-Domains wie beispielsweise “theglobe.net”, Google sicherlich bekannt und werden wahrscheinlich grundsätzlich ignoriert. Hierfür würde sich eine Anpassung des Disavow-Files nicht rentieren. Wenn jedoch sowieso Anpassungen vorgenommen werden, können diese mit berücksichtigt werden.

 

Bewertung Backlinks heidelbergcement.com

Insgesamt wird die Schädlichkeit des Backlinkprofils als Hoch eingestuft, hier besteht also Handlungsbedarf. Es sollten 288 Domains geprüft, die als toxisch und 685 Domains, welche als potentiell schädlich eingeordnet werden. Darunter sind Backlinks von Spam-Domains wie http://docs.advertise-website.org/

Anschließend können schädliche Backlinks via Disavow-File über die Google Search Console abgewertet, bzw. als ungültig erklärt werden. Dadurch kann die Qualität des Backlink-Profils verbessert und somit die Domain gestärkt werden.

Fazit

Die Gesamtbewertung, sowie die der einzelnen Bereiche erfolgt nach den Schulnoten 1-6. Je schlechter die Note, desto höher sind auch gleichzeitig die Potentiale zur Verbesserung.

 

heidelbergcement.com bekommt in Sachen SEO-Optimierung der Website die Note 3+

➤ Allgemein - Note 2

heidelbergcement.com ist im Vergleich zur Konkurrenz gut aufgestellt, belegt jedoch bei generischen Keywords keine Top-Positionen, hier ist noch etwas Luft nach oben. Dennoch hat heidelbergcement im Mitbewerbervergleich die höchste Sichtbarkeit. Noch nie hat heidelbergcement für mehr Keywords in den Top-10 gerankt, es sollten aber Seite 2 Rankings verbessert werden, das würde auch den generischen SEO-Traffic erhöhen.

➤ Technik - Note 3+

Insgesamt schneidet die technische Basis von heidelbergcement.com befriedigend ab. Bei den Pagespeed-Metriken schneidet heidelbergcement befriedigend ab, hier sollten Optimierungen vorgenommen werden, die den LCP und die TTFB verbessern da dieses beiden Werte extrem überschritten werden. Die Nutzerfreundlichkeit auf Mobilen Endgeräten ist einwandfrei. Die wenigen 3xx & 4xx sollten trotz allem angepasst oder entfernt werden. Auch das fehlende X-Default Element sollte noch hinzugefügt werden.

➤ OnPage - Note 3

heidelbergcement.com hat eine befriedigende OnPage-Optimierung. Es wirkt ein wenig, als wären hier länger keine Optimierungen mehr umgesetzt worden. Die Keyword-Konsistenz ist teilweise gegeben, sollte aber unbedingt optimiert werden, da diese unabdingbar dafür sind, dass Nutzer die Inhalte finden. Bei den Texten verfolgt heidelbergcement eine befriedigende Strategie, die aber noch viel Verbesserungspotential besitzt. Das Snippet sollte auch nochmal angepasst werden, so dass dieses etwas mehr ins Auge sticht und die CTR gesteigert wird. 

Die interne Verlinkung macht einen soliden Eindruck da fast alle Seiten mit relativ wenigen Klicks erreicht werden können.

➤ OffPage - Note 3

Das Linkprofil ist insgesamt befriedigend. Die Ankertexte sind sehr gut gewählt und es besteht hier kein Handlungsbedarf. Auch die Deeplink-Ratio ist eher auffällig aber nicht perfekt. Der Punkt Schädlichkeit des Backlinkprofils ist jedoch so wichtig, dass keine bessere Note vergeben werden kann. Die Backlinks sollten unbedingt geprüft werden. Des weiteren sollte die Konkurrenz nicht aus den Augen gelassen werden, damit sie sich in Sachen Domain Rating und der Backlinkanzahl nicht noch weiter von heidelbergcement.com absetzen.

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