Linde SEO Analyse – DAX 40 Unternehmen im SEO Test

Seit Q3 2021 werden 40 statt 30 Unternehmen an der Börse im sogenannten DAX Index abgebildet. Doch nicht nur dieser Anlass hat uns dazu inspiriert die Webauftritte dieser DAX-Unternehmen zu analysieren, denn auch Corona und die damit einhergehenden Einschränkungen führten dazu, dass sich vieles von off- zu online verlagert hat und somit die Relevanz der Websites stark gestiegen ist.

 

Hypothese: Obwohl diese Unternehmen zu den Top 40 der Unternehmerwelt gelten, gehören sie aus SEO-Sicht meist nicht zu den Spitzenreitern.

Um diese Hypothese zu prüfen, haben wir die Websites der DAX-Unternehmen genau unter die Lupe genommen.

 

Teil 15 von 40 – linde.com

Allgemeines

Sichtbarkeit

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Quelle: sistrix.de

Definition Sichtbarkeit

Die sogenannte Sichtbarkeit ist im SEO eine wichtige Kennzahl. Vergleichbar mit dem Chart eines Aktienwerts gibt die Sichtbarkeit Aufschluss über den Erfolg einer SEO-Strategie. 

Der Sichtbarkeitswert steht dabei stellvertretend für die Auffindbarkeit einer Domain in den organischen Suchergebnisseiten. Bei der Ermittlung dieser Kennzahl werden Keyword-Rankings abgebildet und nach deren Suchhäufigkeit und der rankenden Position gewichtet. Um zu berücksichtigen, wie viel Traffic über das Keyword zu erwarten ist. Die Sichtbarkeitskennzahl von Sistrix wird anhand von gecrawlten Daten berechnet, für Deutschland sind das derzeit 80 Millionen Keywords.

Da die Sichtbarkeit auf einem – je nach Branche mehr oder weniger – eingeschränkten Keywordpool basiert und nicht alle relevanten (Long-Tail-)Keywords berücksichtigen kann, ist diese Kennzahl vor allem für Trendanalysen und Vergleiche mit der Konkurrenz geeignet.

 

Sichtbarkeitsanalyse linde.com

Die Sichtbarkeit von linde.com ist im Trend stets an erster oder zweiter Stelle des Konkurrenzvergleichs geblieben. Dabei sind zwar einige Einbrüche zu verzeichnen gewesen, diese wurden aber immer wieder aufgeholt. Eine Besonderheit ist hier, dass der Markt in welchem Linde agiert von einer geringen Konkurrenzdichte geprägt ist. Praxair GmbH fusionierte mit Linde, weshalb Linde von der Sichtbarkeit des bisherigen Hauptkonkurrenten profitiert. Dennoch kann abgelesen werden, dass die Domain linde.com zuletzt auch Praxair eingeholt hat. Die weiteren großen Mitbewerber – airliquide.com und airproducts.com – können spätestens seit Mitte 2021 eigentlich kaum noch mit der Sichtbarkeit von Linde und Praxair konkurrieren, weder für sich betrachtet und noch weniger zusammen genommen.

Die Top-Verzeichnisse von Linde sind mit großem Abstand  static.prd.echannel.linde.com/wcsstore/  und investors.linde.com/-/. Auch in den starken URLs ist zu sehen, dass hier – neben der Startseite – vor allem PDF-Dateien hervorstechen, in welchen Unternehmensberichte, Investment-Informationen oder Kundenhinweise (z.B. zur Lagerung von Gasflaschen) aufgeführt sind. Hier zeigt sich ganz klar, dass die Domain hauptsächlich der Informations- und Wissensvermittlung für Kunden, Investoren und mögliche Neu-Investoren dient. Daraus lässt sich folgern, dass die Sichtbarkeit von linde.com hauptsächlich über die Brand Bekanntheit zu erklären ist und hier vor allem Nutzer Intentionen abgedeckt werden, die man als navigational (also auf eine bestimmte Marke ausgerichtet) bezeichnen kann.

Rankings

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Quelle: sistrix.de

Definition Rankings

Die Anzahl der Keyword-Rankings ist ebenfalls ein Indikator für den Erfolg der SEO-Strategie. Ein Ranking steht hierbei stellvertretend für einen Suchbegriff, über welche die Website theoretisch gefunden werden kann. Theoretisch deshalb, weil ein Position 19 Ranking zu sehr wenig Traffic führen wird, weil sich kaum ein Nutzer zu Seite 2 von Google navigiert. Daher ist neben der reinen Anzahl an Rankings auch die Position relevant, vor allem die Anzahl der Top-10 Rankings.

 

Rankinganalyse linde.com

Die Rankings haben seit 2019 kontinuierlich zugelegt. Das betrifft einerseits die Top-100 Rankings – wobei diese vor allem ab 2021 noch einmal einen ordentlichen Sprung nach oben gemacht haben. Die Top-10 Rankings haben sich im Vergleich dazu zwar insgesamt nicht so stark vergrößert, relativ gesehen ist hier allerdings parallel zu dem Sprung der Top-100 Rankings ab 2021 ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Da Linde seit der Fusion mit Praxair 2018 der größte Gashändler weltweit ist, deckt sich dieser Anstieg auch mit den Unternehmensberichten: über die Corona-Pandemie 2020 und 2021 hat das Unternehmen zunehmend Gewinne verzeichnen können – wodurch natürlich auch die Brand-Bekanntheit steigt.

Bei der Ranking-Verteilung zeigt sich, dass die Seite-1 Rankings im Vergleich zu den Seiten 2 bis 8 nicht den Hauptbestandteil der Rankings ausmachen. Hier bestätigt sich, dass vor allem Keywords mit Brand-Bezug für die hohe Sichtbarkeit sorgen: “Linde” besitzt beispielsweise ein Suchvolumen von 36.300 und ist damit auch das stärkste Keyword, für welches auf Position 4 gerankt wird. Das zweitstärkste Keyword nach Suchvolumen ist “Trockeneis” mit 25.600 wofür die Domain lediglich auf Position 89 rankt. Hier bestünde bei einer Betrachtung nach SEO-Aspekten also enormes Potenzial, außerhalb von navigationalen Suchen mit gezieltem Content-Aufbau auch für relevante Keywords im Produkt- sowie Service-Bereich zu ranken und insgesamt die Rankings auf den Positionen 1 bis 6 auszubauen, um den Sichtbarkeitsvorsprung auch dauerhaft zu sichern.

SEO-Traffic

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Quelle: similarweb.com

Datenerhebung

Durch das Tool similarweb.com lassen sich Schätzungen bezüglich des Domain-Traffics ermitteln. Dazu werden Daten aus verschiedenen Quellen bezogen, unter anderem bezieht similarweb Daten von Browser-Extensions. Grundsätzlich sind die Daten natürlich nicht valide, sondern weichen von den tatsächlichen Messungen ab, jedoch ist der Panel-Bias immer gleich ungenau und daher können solche Daten als Anhaltspunkt herangezogen werden.

 

Analyse SEO-Traffic

Ganze 97,04 % des gesamten Traffics von linde.com wird über die organische Suche generiert. Lediglich 2,96 % des Gesamt-Traffics verteilt sich auf den Paid-Channel.

Die Top-Keywords des organischen Traffic sind auch hier wieder Brand-Keywords wie “linde” und “linde plc”. In den Top 5 findet sich außerdem der Begriff “Religionen Chinas” auf russisch, was darauf schließen lässt, dass der Keyword Fokus der Domain insgesamt nicht ganz eindeutig ist.

Hier bestätigt sich, was bereits im vorhergehenden Abschnitt deutlich wurde: Linde agiert hauptsächlich aufgrund der Brand-Bekanntheit und der Unternehmensgröße und Position auf dem Weltmarkt so gut innerhalb der Google-Suche, denn unter den Top Keywords findet sich abgesehen von den Brand-Keywords kein weiteres themenrelevantes und generisches Keyword. Hier bestätigt sich, dass die Domain gerade auf generische Keywords optimiert werden sollte.

Technik

Broken Pages

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Quelle: screaming frog

Definition Broken Pages

Broken Pages sind URLs, welche nicht mehr aufrufbar sind. Dabei kann es sich sowohl 404-Fehlerseiten (nicht gefunden), als auch um URLs mit dem Status Code 500 (Serverfehler) handelt. Nicht mehr vorhandene Seiten sind sowohl für die Besucher, als auch die Suchmaschinen optimal. Gerade intern sollten solche URLs nicht mehr verlinkt werden, da man als Betreiber ja alle Möglichkeiten hat, hier Anpassungen vorzunehmen und es nicht für eine gut gepflegte Domain spricht, wenn zu viele nicht mehr existierende URLs verlinkt werden.

 

Broken Pages bei linde.com

Mit 99,57 % geben beinahe alle URLs einen 200 Statuscode zurück. Die vier URLs mit 400-Statuscode sind dabei nur vier Bilder. Das ist ein sehr gutes Ergebnis, was für Google ein Zeichen für eine gut gepflegte Seite ist. Hier erreicht linde.com also ein beinah perfektes Ergebnis. Die internen Links auf die 4 URLs sollten dennoch entfernt, oder ein anderes Linkziel angepasst werden.

Ladezeit

Kategorie - https://www.linde.com/about-linde/safety-and-environment/compliance-assurance Quelle: webpagetest.org

Definition Metriken

Der Pagespeed von Websites ist nicht nur ein Ranking-Faktor, sondern beeinflusst auch stark die Kaufwahrscheinlichkeit. Lange Ladezeiten führen zu genervten Besuchern, schnelle Ladezeiten jedoch für ein reibungsloses Kauferlebnis. Auch im POS wartet niemand gerne an der Umkleide oder Kasse. 

Google selbst hat drei Metriken zur Bewertung von “gesunden” Websites präsentiert:

  • Largest Contentful Paint (LCP): Gibt die gefühlte Ladegeschwindigkeit wider und markiert den Punkt, an dem der Hauptinhalt geladen ist. 
  • First Input Delay (FID): Misst die Zeit, bis eine Seite interaktiv wird, also auf Benutzereingaben reagiert. Da es sich bei FID nur um eine Feldmetrik handelt (also nur durch echte Nutzerdaten ermittelt werden kann), kann man zur Verbesserung auch die Total Blocking Time (TBT) hernehmen. Denn beide Metriken werden durch dieselben Maßnahmen verbessert. 
  • Cumulative Layout Shift (CLS): Misst die Stabilität des Layouts der Seite beim Ladevorgang, bzw. wie stark Inhalte beim Ladevorgang “springen”. 
  • Time to First Byte (TTFB): Misst, wie lange es dauert, das notwendige HTML zu laden, bis das Rendern beginnen kann. 

Pagespeed linde.com

linde.com schneidet bezogen auf die Metriken zur Messung der Seitenladezeit recht gut ab. Die Startseite überschreitet keinen der Werte, betrachtet man beispielhaft die Kategorie “About Linde – Safety and Environment” fällt folgendes auf:

  • LCP: Google empfiehlt hier einen Wert von unter 2,5 Sekunden. Mit 3,928 Sekunden ist dieser Wert hier über der Empfehlung. 
  • TBT: Bei der TBT empfiehlt Google einen Wert von weniger als 300 ms. Mit einem Wert von 576 ms überschreitet Linde hier die Empfehlung.
  • CLS: Der von Google empfohlene Wert sollte unter 0,1 liegen. Hier wird der Wert mit 0,473 deutlich von linde.com überschritten. 
  • TTFB: Google empfiehlt hier einen Wert von weniger als 200ms. Linde erreicht hier einen deutlich höheren Wert von 1,646 s

Gesamt betrachtet sieht man, dass hier bei allen Metriken Handlungsbedarf bestünde. Keiner der empfohlenen Werte wird erreicht oder unterschritten – hier ist also Potenzial nach oben vorhanden, welches Linde verschenkt. Die Seitenladegeschwindigkeit als Rankingfaktor wirkt sich nicht nur innerhalb der Suchergebnisse aus, sondern kann auch die Conversion Rate steigern und das Nutzererlebnis so deutlich verbessern.

Robots.txt

Quelle: www.linde.com/robotx.txt

Problematik robots.txt

Über die robots.txt kann gesteuert werden, ob bestimmte URLs, Verzeichnisse und Domains von den Suchmaschinen gecrawlt werden dürfen. Dies ist hilfreich, da jede Domain nur ein begrenztes Crawl-Budget zur Verfügung hat und so vermieden werden kann, dass unzählige irrelevante URLs gecrawlt werden und so Crawl-Budget verschwendet wird. Allerdings verhindert eine Sperrung via robots.txt nicht, dass URLs indexiert werden. Es wird sogar verhindert, dass das “noindex” im Meta-Robots-Tag  ausgelesen werden kann, denn dazu müssten die Suchmaschinen die URLs crawlen können.

 

Crawlsteuerung bei linde.com

Die robots.txt von linde.com ist angelegt, was bereits ein guter erster Schritt ist. Diese legt hier allerdings nur den User Agent fest und sperrt ansonsten keine Verzeichnisse oder URLs vom Crawling. Da die Seite allerdings ohnehin eine sehr übersichtliche Struktur und Verzeichnis Menge besitzt, ist das sinnvoll und es besteht kein dringender Handlungsbedarf. Auch die Pressemitteilungen – die häufig die Quartalsberichte für Aktionäre verlinken – sind in diesem Fall sinnigerweise nicht vom Crawling ausgeschlossen.

Mobile Nutzerfreundlichkeit

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Kategorie - https://www.linde.com/about-linde/safety-and-environment/compliance-assurance Quelle: search.google.com/test/mobile-friendly

Definition 

Da Google für die Indexierung ausschließlich die mobile Version der Website hernimmt, ist es unabdingbar, dass diese optimal ausgespielt wird. Zu beachten ist unter anderem:

  • genügend Abstand zwischen interaktiven Elementen
  • eine optimale Schriftgröße
  • die Breite des Inhalts darf nicht größer, als die des Endgeräts sein

Mobile Friendliness linde.com

Sowohl die Startseite und die Haupt- sowie dazugehörigen Unterkategorien sind mobil optimiert, sodass hier kein Handlungsbedarf besteht. Auch sind wichtige Elemente “Above the Fold”, also im direkt sichtbaren Bereich zu finden.

OnPage-Optimierung

Keyword Fokus

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Quelle: https://investors.linde.com/regulatory-filings

Definition Keyword-Fokus

Grundsätzlich kann Google eine Seite nur für einen Suchbegriff des Nutzers ausspielen, wenn dieser im Inhalt einer Seite vorhanden ist. Denn solange der gesuchte Begriff nicht verwendet wird, spielt Google diesen nicht aus. Daher sollten auch Synonyme und sprachliche Abweichungen innerhalb eines Sprachraums im Text berücksichtigt werden. 

Auch die Konsistenz des Keyword-Fokus ist wichtig, so sollte das wichtigste Keyword sowohl im Title-Tag, in der Meta-Description, als auch in der H1 verwendet werden.

 

Keyword-Fokus linde.com

Es fällt auf, dass die Unterseiten von linde.com eigentlich gar keinem Keyword-Fokus folgen. Die Title und Descriptions sind nicht SEO optimiert, die Überschriften und Title erfüllen hier eine vollkommen praktische Funktion, setzen meistens auch voraus, dass Interessenten über die Brand-Search auf die Domain stoßen und sich dann innerhalb der Kategorien selbst zu dem gewünschten Bereich navigieren. Als Beispiel: Die Unterkategorie “Stock and Dividend Information” ist sehr generisch benannt was H1 und Title angeht. Hier wäre es aus SEO Sicht sinnig, die Brand mit aufzugreifen – denn dafür sollte hier auch gerankt werden. Dies würde für Nutzer bedeuten, dass sie entweder direkt auf die Seite selbst kommen, oder über die Brand-Suche via Suchmaschine. Hier zeigt sich erneut, wie pragmatisch die Seite ausgerichtet ist: sie dient lediglich der Information derer, die ohnehin von der Brand Kenntnis haben oder Investoren sind.

Texte

Grundlagen Texte

“Content is King” – ist einer der bekanntesten Phrasen bezüglich der Inhalte. Da Google eine textbasierte Suchmaschine ist, sind Texte daher unabdingbar. Da Google jedoch mit der Zeit immer “schlauer” wird und Inhalte immer besser versteht, geht es schon lange nicht mehr darum, bestimmte Suchbegriffe möglichst häufig in den Texten zu verwenden. Es geht darum, dass die Texte tatsächlich einen Mehrwert haben und den Nutzer zufrieden stellen. Das ist natürlich auch im Interesse von Google, denn sobald eine ander Suchmaschine bessere Ergebnisse liefert, werden die Nutzer wechseln. 

Um dem Nutzer möglichst passende Ergebnisse zu liefern unterscheidet Google zwischen verschiedenen Nutzerintentionen:

  • Know: Hier geht es darum, dass der Nutzer etwas Wissen will, also Informationen zu einem Thema haben möchte. Meist möchte der Nutzer eine kurze Antwort zu dem Thema. Deshalb werden diese Suchen auch informational genannt. 
  • Do: Der Nutzer möchte ein Ziel erreichen, oder eine Aktivität ausführen, also etwas herunterladen, kaufen oder interagieren, diese Abfragen werden auch transaktional genannt. 
  • Website: Der User möchte eine bestimmte Website oder URL finden, daher werden diese Abfragen auch navigational genannt. 
  • Visit-in-Person: Hier handelt es sich um Suchen nach Cafés, Tankstellen, Restaurants etc., die meist über Smartphones gemacht werden. 

Natürlich kann man nicht jeden Suchbegriff immer genau einer Intention zuordnen, daher gibt es auch gemischte Suchergebnisse, bei denen beispielsweise Shops und Informationsseiten angezeigt werden. 

Um zu verstehen, welche Intention Google hinter einem Suchbegriff sieht, können die wichtigsten Begriffe in die Suchmaschine eingegeben und gesehen werden, welche Ergebnisse ausgespielt werden. Sind das vor allem Shops, so ist die Intention transaktional. Werden vor allem Blogs oder Ratgeber ausgespielt, dann ist die Intention informational. Dies sollte nicht nur bei der Texterstellung, sondern auch beim Landingpageaufbau berücksichtigt werden, denn erfüllt die Landingpage nicht die Intention, wird Google diese auch nicht ausspielen.

Zusätzlich ist auch die Struktur des Textes wichtig, denn reine Textwüsten werden kaum gelesen. Aber auch die Textlänge ist ein wichtiges Kriterium, hier gilt die Devise “so lange wie nötig, so kurz wie möglich”.

 

Textbewertung linde.com

Wie bereits ausgeführt, hat linde.com nicht den Anspruch, SEO optimiert aufzutreten. Es finden sich kaum oder nur sehr kurze Texte, viele Informationen werden über interaktive Grafiken transportiert.

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Quelle: https://investors.linde.com/stock-and-dividend-information

Gemessen an der Ausrichtung der Seite, ergibt sich hier an sich ein stimmiges Bild: die Informationen für Investoren und interessierte Investoren werden übersichtlich und eindeutig dargestellt. Gleichzeitig sieht man jedoch, dass hier kein Anspruch auf bessere Auffindbarkeit der Informationen besteht. Es existieren keine allgemeinen, generischen Texte und die Seite wirkt eher wie eine ausformulierte Pressemitteilung bzw. bietet hauptsächlich Updates, die das Aktionärsgeschehen betreffen.

Quelle: https://investors.linde.com/stock-and-dividend-information

Die meisten längeren Texte finden sich in Form von PDF-Dateien, welche widerum auch schlecht ranken können. Demnach besteht hier enormes Potenzial, Content nach SEO-Richtlinien aufzubauen.

Snippet

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Quelle: linde.com

Grundlagen Snippet

Das Snippet besteht aus Title-Tag und Meta-Description und wird in den Suchergebnissen von Google angezeigt. Das Snippet ist also der erste Kontaktpunkt des Nutzers mit der Website, dementsprechend wichtig ist die passende Optimierung, da dieses einen direkten Einfluss auf die Klickrate hat. 

Jedoch werden nicht immer die hinterlegten Daten übernommen, Google generiert sich teilweise das Snippet aus den Inhalten der URL. Das kommt vor allem dann vor, wenn kein passendes Snippet hinterlegt wurde. Beim erstellen des Snippets ist zudem auf die jeweiligen Maximallängen zu achten, so dass nichts ausgepunktet wird, wenn diese zu Lange sind.

Das Snippet sollte nach dem AIDA-Prinzip gestaltet werden und eine Call-to-Action enthalten. Die Verwendung von Eye-Catchern wie ASCII Sonderzeichen lenken den Blick auf das Snippet und können die CTR steigern.

 

Snippet linde.com

Alle Seiten von linde.com haben Titles und Descriptions hinterlegt, diese sind allerdings durchgehend nicht optimiert und werden häufig auch nicht von der Suchmaschine in den SERPs nicht ausgespielt. Die Title decken sich häufig mit der H1-Überschrift – was bezüglich des Keyword Fokus an sich positiv ist, allerdings sind die Title Tags in Folge wenig aussagekräftig: “Joe Käser”, “Infographic” und “Report Center” sind hier nur einige ausgewählte Beispiele.

Bei den Meta Descriptions fällt auf, dass hier 42 Stück vollständig fehlen, die vergebenen Descriptions sind nicht optimiert und werden in Folge dessen selten ausgespielt. Optimierte Descriptions können die Conversion Rate steigern und für mehr Sichtbarkeit sorgen. ASCII-Zeichen und Call-to-Actions können zum Klicken animieren, welche wiederum ein positives Signal für die Suchmaschine bedeuten.

Interne Verlinkung

Quelle: screaming frog

Grundlagen interne Verlinkung

Die interne Verlinkung stellt nicht nur sicher, dass sich die Crawler der Suchmaschinen durch die Seite navigieren können, sondern auch die Nutzer. Die Seitenstruktur sollte stets logisch, übersichtlich und einfach sein. Dabei gilt die Devise: Je wichtiger die URL, desto häufiger sollte diese auch verlinkt werden. Denn warum sollte man eine wichtige Landingpage nur selten verlinken? Strukturen, bei denen manche Seiten erst mit 5 Klicks von der Startseite aus erreicht werden können sind ebenfalls suboptimal. 

Die Linktexte der internen Verlinkung sollten optimalerweise dem Hauptkeyword der URL entsprechen, weil dadurch sowohl den Suchmaschinen, als auch den Usern vermittelt werden kann, was auf der Zielseite zu erwarten ist.

 

Bewertung interne Verlinkung linde.com

Die Tiefe der internen Verlinkung ist bei linde.com ist der Größe der Seite angemessen. Die meisten Inhalte sind bereits auf der zweiten Ebene (also nach zwei Klicks) erreichbar. Hier finden sich die meisten Unterkategorien. Lediglich ein Bruchteil der Inhalte ist nach drei Klicks erreichbar – hier finden sich auch die bereits angesprochenen 404-Fehler, was auf eine gemeinsame Quelle dieses Problems schließen lässt. Sind diese Fehler behoben, sieht die interne Link-Struktur insgesamt gut aus.

OffPage-Optimierung

Domain Rating

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Quelle: ahrefs.com

Definition Domain Rating

Das Domain Rating ist ein Wert von 0 bis 100 und sagt aus, wie stark das Backlinkprofil einer Website, im Vergleich mit anderen Websites, ist. Je höher das Domain Rating der Backlinks ist, desto höher wird auch der eigene DR. Grundsätzlich sind Verlinkungen von anderen Websites noch ein wichtiger Faktor, der von Suchmaschinen als Empfehlung verstanden wird. Würden Backlinks nicht mehr berücksichtigt, käme es nur noch auf die manipulierbaren OnPage-Faktoren als Grundlage der Rankings an. Um hier eine gewisse Zweitmeinung einzuholen sind Backlinks wichtig. 

Bei den Backlinks spielen jedoch auch Faktoren wie Themennähe, Stärke und Qualität der Linkquelle eine große Rolle.

 

Domain Rating linde.com

linde.com hat ein Domain Rating von 74 bei ~126.000 Backlinks. Der Wert des DR zeigt, dass linde.com eine relativ starke Domain ist. Das Backlinkprofil von Linde war über einen langen Zeitraum relativ stagnierend, die verweisenden Domains sind seit Mitte Januar 2021 kontinuierlich gestiegen, dieser Trend hält auch aktuell noch an. Auffällig ist, dass das Domain Rating seit 2015 beinahe konstant gleich bleibt – aktuell hat linde.com mit 74 gegenüber dem ersten Stand von 75 ein wenig eingebüßt, größere Veränderungen gab es hier jedoch nicht, was für die Bedeutung und Stärke der Brand spricht.

Deeplinks

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Quelle: ahrefs.com

Erklärung Deeplinks

Es wird bei Backlinks zwischen Deep- und Startseitenlinks unterschieden, Bei Startseitenlinks wird, wie der Name schon sagt, auf die Startseite verlinkt. Als Deeplinks werden Verlinkungen auf Unterseiten bezeichnet. Deeplinks stärken also spezielle Unterseiten, wie wichtige Kategorien.

 

Deeplinks linde.com

13,0 % der linde.com Backlinks (ohne Subdomains) sind Deeplinks. Der E-Commerce-Durchschnitt liegt knapp unter 50 %, was bedeutet, dass Linde diesen großzügig unterschreitet, was insgesamt negativ einzustufen ist. Da Deeplinks im Vergleich zu Startseitenlinks als hochwertiger einzustufen sind, besteht hier erheblicher Aufholbedarf.

Anchor Texte

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Quelle: ahrefs.com

Problematik Anchortexte

Anchortexte sind ein etwas heikles Thema. Einerseits lassen sich mit Ankertexten Rankingpositionen von Keywords verbessern, auf der anderen Seite kann die zu häufige Keyword-Verlinkung zur Abstrafung führen. Dabei gibt es vier Arten von Linktexten:

  • Brand: Hier wird die Domain oder der Brandname verwendet
  • Money: Hier wird das (Haupt-)Keyword verwendet
  • Compound: Verwendung einer Kombination von (Longtail-)Keyword und Brand
  • Sonstige: Die Verwendung anderer Begriffe, wie zum Beispiel “hier”

In homöopathischer Dosis können Keyword-Anchor verwendet werden, jedoch sollte das eher seltener vorkommen. Ein Großteil der Verlinkungen kommen meist über einen Brand-Linktext.

 

Bewertung Ankertexte linde.com

Die Ankertexte von Linde sind unauffällig – was in diesem Fall als positiv einzuschätzen ist. Ein Großteil der Anker hat Brand-Bezug, Keywordbezogene Anker sind sparsam eingesetzt. Compound-Anker finden sich unter den Top-Ankertexten ebenfalls, sind aber so dosiert, dass auch das akzeptabel ist.

Schädlichkeit des Backlinkprofils

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Quelle: semrush.com

Problematik schädliche Backlinks

Die Qualität der Backlinks ist wichtig, denn diese können eine Website nicht nur stärken, sondern auch schwächen. Gerade Spam-Links von Casinos und Erotikseiten können negative Auswirkungen haben, allerdings sind das nicht die einzigen Sparten, auch Links von bekannten Link-Netzwerken, zu viele Links mit Money-Anchortexten und Community-Spam sind nicht vorteilhaft.

Es gibt verschiedene Tools um Backlink-Audits zu machen und automatisiert die Qualität von Backlinks einschätzen zu lassen. Eine manuelle Prüfung dieser, als schädlich eingestuften Links, ist jedoch unabdingbar. Dies verhindert, dass versehentlich nicht schädliche Backlinks abgewertet werden, denn mit einer unsauberen Abwertung von Backlinks, kann die Domain auch geschwächt werden. 

Allerdings sind offensichtliche Spam-Domains wie beispielsweise “theglobe.net”, Google sicherlich bekannt und werden wahrscheinlich grundsätzlich ignoriert. Hierfür würde sich eine Anpassung des Disavow-Files nicht rentieren. Wenn jedoch sowieso Anpassungen vorgenommen werden, können diese mit berücksichtigt werden.

 

Schädliche Backlinks linde.com

Insgesamt weist das Backlink-Profil von linde.com eine hohe Schädlichkeit auf. 210 toxisch eingestufte Backlinks und 506 potenziell toxische Links sollten hier überprüft werden. Besonders auffällig sind Backlinks von Spam-Domains wie “The Globe – The world’s most visited web pages”, wovon über verschiedene URLs etliche Spam-Backlinks auf linde.com eingehen. Schädliche Backlinks können via Disavow-File entwertet werden, was die Qualität des Backlink Profils insgesamt steigert.

Fazit

Die Gesamtbewertung, sowie die der einzelnen Bereiche erfolgt nach den Schulnoten 1-6. Je schlechter die Note, desto höher sind auch gleichzeitig die Potentiale zur Verbesserung.

linde.com bekommt in Sachen SEO-Optimierung der Website die Note 3.

➤ Allgemein - Note 2-

linde.com ist im Vergleich zur Konkurrenz in dieser Kategorie gut sichtbar. Während die Domain-Sichtbarkeit der Konkurrenz zunehmend abgenommen hat, konnte linde.com zuletzt an Sichtbarkeit gewinnen und so die ehemalige Haupt-Konkurrenz praxair sogar überholen. Die Sichtbarkeit der Domain hat sich über die vergangenen Jahre bis zum heutigen Zeitpunkt verbessert und liegt nun über den Top-Konkurrenten. Bezüglich der Rankings besteht aktuell noch Aufholpotenzial, da hier der Großteil nicht auf Position 1 liegt, daher wirkt sich dies negativ auf die Gesamtbewertung in dieser Kategorie aus. Hier ist zu betonen, dass die Sichtbarkeit vor allem durch die Beschaffenheit des Marktumfeldes zustande kommt – hier existieren wenig Anbieter, weshalb vor allem die Brand für Traffic sorgt. linde.com sollte jedoch auch über generische Suchbegriffe gefunden werden können.

➤ Technik - Note 2

Insgesamt schneidet die technische Basis von linde.com recht gut ab. Die einzelnen Pagespeed-Metriken sind erhöht und es sollten Maßnahmen zur Verbesserung umgesetzt werden. Die mobile Nutzerfreundlichkeit ist auf einem sehr guten Stand, die 404-Statuscode kommen in so verschwindend geringem Zustand vor, dass lediglich die Pagespeed-Metriken die Bestnote verhindern.

➤ OnPage - Note 4+

Die OnPage-Optimierung von Linde ist insgesamt ungenügend. Es existiert kein SEO-relevanter Content, der Keyword-Fokus ist in den meisten Fällen schlecht gewählt und nicht zielführend. Lediglich die Brand-Search ist hier gut aufgestellt und sorgt für die sehr gute Sichtbarkeit. Hier muss allerdings auch berücksichtigt werden, dass aufgrund der Marktsituation keine große Optimierung notwendig ist, um überhaupt sichtbar zu sein – d.h. linde.com befindet sich hier in einer so komfortablen Position, dass die Beschaffenheit der Domain wiederum vertretbar ist.

➤ OffPage - Note 4

Das Linkprofil ist insgesamt in Ordnung. Da Linde ein recht gutes Domain Rating aufweist und die Ankertexte insgesamt gut aufgestellt sind, ziehen diese beiden Punkte das toxische Backlink-Profil, sowie die schlechte Deeplink-Verteilung etwas nach oben. Dennoch ist auch hier spürbar, dass wenig Aufwand nach SEO-Aspekten betrieben wird, um hier gut abzuschneiden.

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